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von Rieke (Verfasserin), veröffentlicht am 30 September, 2017

Gestern Abend hatten wir uns darauf geeinigt, dass wir um 5:30 Uhr aufstehen, damit wir den Sonnenaufgang in dem Nationalpark schauen konnten. Aufstehen und pünktlich im Bus sein klappte auch, allerdings gestaltete sich das Ausparken mit unserem Bus etwas schwierig und so mussten wir auf den Sonnenaufgang in der Savanne verzichten. Stattdessen musste unser Massai- Guide, Jonathan, die Äste rund um unseren Bus abhacken, damit dieser Wenden konnte. Nachdem dies geschafft war, ging es los zum Gate des Nationalparks Massai Mara. Der ganze Tag war geprägt von einer herrlich fesselnden Landschaft, mit ihrer unglaublichen Vielfalt an Tieren. Unser Ziel für heute: Alle afrikanischen Big Five sehen. Wir haben wahrscheinlich alles gesehen, was die Massai Mara zu bieten hatte. Zebras, Giraffen, Antilopen, Wasserbüffel, Gnus, Elefanten, Hippos, Paviane, Löwen, Erdmännchen, Warzenschweine, Aasgeier, Hyänen und sogar ein Krokodil und einen Leoparden. Fast hatten wir also alles gesehen, doch die Big Five hatten wir noch nicht voll. Büffel, Elefant, Löwen, Leopard, nur das Nashorn fehlte uns noch. Doch so sehr wir auch darauf hofften, dieses Tier blieb uns heute verwehrt. Überall in der Landschaft lagen Reste von Tierskeletten. Teils sogar am Stück, teils ein einzelner Schädel, an welchem man erkennen konnte, welches Tier hier gefressen wurde. Für uns sehr erschreckend: Die vielen Touristenbusse, welche ähnlich wie die Aasgeier, die Tiere umkreisten um möglichst die besten Foto zu machen. Noch erschreckender, dass wir uns zwischenzeitlich genau so verhielten, nur eben mit kleineren Kameras. Auf der anderen Seite tat es auch mal richtig gut, einfach nur Tourist zu sein. Im Nachhinein viel uns auf, dass wir uns alle an das Wackeln und Holpern im Bus gewöhnt hatten, nur noch in ganz, ganz arger Schräglage kam es zu entsetzten Blicken und kurzem Luftanhalten, bis der Bus wieder gerade war. So langsam füllt sich mein Kopf mit all diesen unglaublichen Eindrücken. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel ich in so kurzer Zeit aufnehmen kann, jeden Tag andere Eindrücke und Erlebnisse.

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