Acht Stunden Flug für zwei poppende Schildkröten

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von Ronja (Verfasserin), veröffentlicht am 24 September, 2017

Der Flug verlief, bis auf ein paar trinkfreudige Kenianer, sehr ereignislos und ohne Turbulenzen. Als wir erfolgreich alle Kontrollen überwunden hatten, wurden wir direkt am Flughafen von Titus, unserem Reisebegleiter, und seinem Busfahrer Moses abgeholt. Erst hielten wir unser Gefährt für einen Scherz, da eigentlich ein unauffälliger Bus abgesprochen war, doch es war Titus vollster Ernst: Wir wurden ab sofort in einer lilafarbene Rakete auf vier Rädern transportiert. Mit Partymucke und Rotlicht wurden wir durch die vollen Straßen von Nairobi kutschiert und ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir trotz unserer Müdigkeit von neuen Eindrücken fast überflutet wurden. Allein die Gerüche waren so überwältigend – und das gepaart mit dem Visuellen hat mich persönlich direkt von Anfang an begeistert. Am Ende waren wir alle froh, in unserer Unterkunft angekommen zu sein und nach einer kurzen Abendrunde ins Bett zu fallen. Wohlgemerkt mit Moskitonetz.

Alsbald kamen wir am Nairobi National Museum an und nach einem perfekten Einparkmanöver von Moses ging es auch schon los. Als unsere Führung begann (wir waren in zwei Gruppen geteilt) wurden wir quasi erschlagen von der Fülle der Informationen. Es war, wenn es auch anstrengend wurde sich zu konzentrieren, sehr interessant und hilfreich, um sich in diesem sehr fremden Land angekommen zu fühlen. Im Anschluss besuchten wir den Reptilienpark: Dort gab es Schlangen, Eidechsen, Schildkröten (die besonders viel Spaß hatten und ohne sich stören zu lassen ihre Nachkommenschaft sicherten) und sogar Krokodile. Einer der Wärter gab uns gegen Ende einfach so drei Chamäleons auf die Hand (Carla wurde hier als besonders Kuscheltier der Kleinen auserkoren und wurde ungewollt von ihnen abgeknutscht) und ein paar von uns durften einen Python um den Hals legen.

Nach diesen kräftezehrenden Abenteuern meldete sich auch alsbald unser Magen und wir fuhren zu einem Supermarkt um dort auf dem Parkplatz, im Schatten einer hohen Mauer, unser Mittagessen zu uns zu nehmen. Bei diesem gab es sehr seltsam hellrot leuchtenden Ketchup. Nach einer kurzen Pipipause, in der SIM-Karten etc. gekauft wurden, setzten wir unseren Weg fort. Was einem, vor allem wenn man aus so einem ordnungsliebenden Land wie Deutschland kommt, sehr auffällt, sind die Menschen, die einfach so über eine vierspurige Autobahn laufen und diverse Dinge verkaufen oder die Straße kehren. Darunter auch Kinder, die ohne Angst zwischen riesigen Autos und Bussen rumspringen. Der eigentliche Plan wäre gewesen, noch auf einen Aussichtspunkt zu fahren doch unser Tag war schon so erfüllt, dass wir ohne weiteren Programmpunkt zurück zu unserer Herberge fuhren. Nach einer kleinen Singerunde begannen wir auch alsbald mit dem kochen. Kurz darauf war es fertig und wir setzten uns zusammen. Nach anfänglichen Protesten gab es dann doch den, zumindest bei uns Falken traditionellen, Tischspruch und das Essen konnte beginnen. Es war sehr lecker (an dieser Stelle ein großes Lob an die Köche) und direkt danach haben wir uns zusammengefunden um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

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